CES 2016: Die interessantesten Smarthome-Innovationen

Die Consumer Electronics Show 2016 ist zu Ende: Vom 6. bis zum 9. Januar konnten sich Interessierte einen Überblick darüber verschaffen, was es im Bereich der Unterhaltungselektronik neues gibt. Auch im Bereich Smarthome gab es durchaus Interessantes zu entdecken.

Selbstlernende Küchengeräte von Digitalstrom

Den Anfang macht eines der führenden Unternehmen im Smarthome-Segment: Unser Partner Digitalstrom stellte die eigene Vorstellung vom Smarthome zum Anfassen in Form einer Küche aus. Zu den besonderen Innovationen zählte die Sprach- und Bildsteuerung für alltägliche Küchengeräte. Es wurde gezeigt, wie eine Kaffeemaschine durch ein Lächeln in Betrieb genommen wurde oder die Arbeitsfläche durch Sprachsteuerung in der Höhe verstellt wurde. Selbstlernende Algorithmen sorgen im Smarthome dafür, dass die eigene Küche immer intelligenter wird: So könnte es nach einer gewissen Lernphase zu einem Zusammenspiel unterschiedlicher Geräte kommen. Darüber hinaus soll auch die Energieeffizienz durch Transparenz steigen. Beispielsweise kann der Stromverbrauch einzelner Räume per Sprachbefehl abgerufen werden, was das Aufspüren von Stromverschwendern vereinfacht. Der neu vorgestellte „I´m fine“-Report sammelt und bündelt alle Informationen des Smarthome für die Nutzer. Treten Unregelmäßigkeiten auf, etwa verursacht durch einen Wasserrohrbruch, meldet dies das Smarthome. Thematisch in Bereiche wie Energie, Sicherheit oder Heizung unterteilt, lassen sich Mängel einfach aufspüren.

Simple Steuerung für das Internet der Dinge

Der deutsche Anbieter Senic stellte mit „Nuimo“ ebenfalls einen interessanten Beitrag für das Internet der Dinge vor: Ein simples Drehrad soll die Bedienung sehr unterschiedlicher Geräte nicht nur im Smarthome vereinfachen. Durch einen Magnet lässt sich das für 199 Dollar bereits erhältliche Steuergerät sogar an Wände anbringen. Der Akku soll dabei eine Laufzeit von 5 Monaten erlauben. Die Verbindung geschieht per Bluetooth, durch eine App lassen sich gekoppelte Geräte konfigurieren. Bluetooth bekommt übrigens ebenfalls Konkurrenz. Mithilfe eines neuen Standards namens Wifi Halow, der WLAN nach der Spezifikation IEEE 802.11ah nutzt, sollen sich Geräte zuverlässiger und stromsparender verbinden lassen. Gegenüber Bluetooth soll vor allem das Funken durch Wände hindurch verbessert werden. Bis sich Wifi Halow etabliert, wird wohl noch einige Zeit vergehen: Erst 2018 sollen erste Geräte auf den Markt kommen, die nach diesem Standard zertifiziert sind.

Intelligente Dusche

Die Effizienzsteigerungen im Smarthome werden zumeist durch einen verringerten Stromverbrauch erreicht. Hersteller Hydrao geht mit dem gleichnahmen Duschkopf einen gänzlich anderen Weg: Das Smarthome-Device misst beim Duschen die Durchflussmenge des Wassers. Durch Leuchten in unterschiedlichen Farben wird dem Nutzer signalisiert, wenn die Menge des verbrauchten Wassers zu hoch ausfällt. Der Clou: Die dazu notwendige Energie bezieht der Hydrao aus dem Durchfluss des Wassers selbst.

Hersteller Netatmo leistete auf der CES einen Beitrag zum Thema Sicherheit. Mit der „Presence“ wird die klassische Überwachungskamera – eines der beliebtesten Geräte im Smarthome – weiterentwickelt: Das Gerät soll zwischen Tieren, Menschen und Autos unterscheiden können. Dieses Feature ist vor allem deshalb interessant, weil die Kamera einen LED-Scheinwerfer besitzt, der dann nicht mehr versehentlich durch die Nachbarskatze ausgelöst wird – mit diesem Problem haben klassische Bewegungsmelder meist zu kämpfen. Erwähnenswert ist auch die für eine Überwachungskamera hohe Aufnahmequalität. Die Presence kann Videos in FullHD aufnehmen und entweder auf einer SD-Card oder aber per WLAN direkt auf einem Server speichern.

Es zeigt sich also: 2016 wird auch im Bereich Smarthome wieder ein spannendes Jahr.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.